Mit Ablauf des Kindergartenjahres am 31.07.2020 geht unsere langjährige Kindertagesstättenleiterin Angela Maaß in den wohlverdienten Ruhestand. Zuvor feiert sie am 01.06. noch ihr 30-jähriges Dornbuschkita-Jubiläum.
In der langen
Zeit in unserer Kita hat sie tiefe Spuren hinterlassen und wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet.

Angela Maaß begann ihre Kita-Zeit am Dornbusch am 01.06.1990 nach einem Zuzug aus Norddeutschland. Dort war sie zuvor nach einer Fachschulausbildung in Sozialpädagogik seit 1978 in einer Kita tätig, zuletzt als stellvertretende Leiterin. Am Dornbusch leitete sie dann verschiedene Gruppen und wurde am 01.09.2005 parallel zur stellvertretenden Leiterin der Kita gewählt. Nachdem Frau Krieg ihr Ruhestandsalter erreicht hatte, bewarb sie sich auf die Leitungsstelle, die ihr zum 01.09.2013 übertragen wurde.

Was zeichnete sie aus und machte sie zu der vorzüglichen Leiterin, die uns allen im Gedächtnis bleiben wird? Aus Gesprächen mit den Mitarbeitenden und meinem eigenen Kontakt mit ihr lässt sich sagen, dass sie ihre Tätigkeit nicht als Job, sondern als Berufung sah. Die anvertrauten Kinder waren ihr wichtig, sie standen im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Was braucht jedes einzelne Kind in der jeweiligen Situation und wie kann ich ihm oder auch seinen Eltern, die wo immer möglich von ihr einbezogen wurden, helfen, das waren leitende Motivationen. Dabei kam ihr ihre ausgepägte Empathiefähigkeit ebenso zugute wie ihr herzliches, offenes und humorvolles Wesen.

Sie hatte immer ein
offenes Herz und eine offene Tür für die Probleme sowohl der Kinder und Eltern als auch ihrer Mitarbeitenden. In Konfliktsituationen konnte sie sich gut in die Situation des Gegenübers hineindenken, auch Zwischentöne hören und nach einem gemeinsamen Lösungsansatz suchen. Sie hat in diesem Zusammenhang Zeit für die Entscheidungsfindung gegeben und genommen, war aber auch bereit, wo erforderlich selbst zu entscheiden und dies nachvollziehbar zu begründen. Dabei war sie immer so wertschätzend, dass nie jemand das Gefühl hatte, als Verlierer aus einer Auseinandersetzung hinausgegangen zu sein. Sie war sehr kommunikativ und hatte ein gutes Vermittlungstalent, was natürlich eine Lösungssuche erleichterte. Ihr Organisationstalent half ihr dabei, sich auch in die mit der Leitungstätigkeit verbundenen Verwaltungsarbeiten mit vielen in der Erzieher*innenausbildung nicht vorkommenden rechtlichen Vorschriften gut einzuarbeiten.

Auch als Leiterin pflegte sie einen demokratischen Führungsstil und versuchte, den Mitarbeiter*innen - soweit es der jeweilige Rahmen zuließ - Freiräume zu geben bzw.entgegenzukommen. Fragen ließ sie nie unbeantwortet und sie gab den Fragenden nie das Gefühl, eine „doofe Frage“ gestellt zu haben. Auch Praktikantinnen und nebenberuflich tätigen Studierenden gab sie das Gefühl, wichtig und Teil des Teams zu sein. Sie selbst war eine absolute Teamplayerin und sich auch als Leiterin nicht zu schade, wenn immer nötig Unterstützung auch im Kinderdienst zu leisten. So kam es auch immer mal wieder vor, dass traurige oder weinende Kinder von ihr eine Zeitlang allein im Büro betreut wurden, bis sie sich wieder beruhigt hatten.
Stärken der Mitarbeiter*innen förderte, Schwächen akzeptierte sie, versuchte aber bei deren Minimierung zu helfen.

Nicht nur beruflich, sondern auch privat stand sie den Mitarbeiter*innen wenn gewünscht mit Rat und Tat zur Seite, es sollte jedem und jeder so gut als möglich gehen. Dieser Ansatz strahlte natürlich auf die Arbeitstimmung aller ab, so dass alle gerne in der Kita arbeiteten und wir auch sehr viele langjährige Mitarbeitende haben.

Dafür sagen wir an dieser Stelle herzlichen Dank.

Wir wünschen Frau Maaß Gottes Segen und wollen sie in einem Gottesdienst am 14.06., möglichs tauf unserem Kirchplatz, offiziell verabschieden. 

(Klaus-Dieter Drescher)