Gibt es ein Paradies? Wie sieht es da aus? Und darf man die Äpfel essen? Was passiert nach dem Tod? Fragen von Konfirmanden, deren Antworten sie in Umzugskisten gepackt haben. Im Gottesdienst am Sonntag vor dem Ewigkeitssonntag, früher in einer deutlicheren Sprache als Totensonntag bezeichnet, haben die Konfirmanden ihre Suche nach Antworten vorgestellt.  "Jeder wird akzeptiert, so wie er ist. Im Himmel gibt es kein Leid oder Boshaftigkeit. Alles Materielle ist belanglos", sagte eine Konfirmandin. Das Handy liegt in der Ecke, hat keinen Empfang mehr, weil man es nicht mehr braucht, und Medikamente auch nicht. Aber weil es im Himmel Kinder gibt, muss es im Paradies auch unbedingt eine Schaukel geben:

"Ihr habt eine Sprache gefunden für unsere Hoffnung, eine Hoffnungssprache vielleicht", führte Pfarrerin Annika Marte in ihrer Predigt dazu aus. Die Umzugskisten der Konfirmanden machten deutlich, dass es nicht nur ein Bild vom Himmel gebe, sondern viele Bilder, bunte und phantasievolle. Und Kinder hätten die Gabe, das Himmelreich hier schon zu erleben: "In den Kindern finden wir ein Stück vom Himmelreich, mitten im Leben." Aber es gibt auch die Frage, was denn ist, wenn nach dem Tod nichts wäre als ein leerer weißer Raum? "Unsere christliche Überzeugung ist die, dass die Hoffnung am Ende größer sein wird als die Angst."