Dankbarkeitserfüllt, das war mein Befinden am Abend des 20. Oktober und noch immer versuche ich zu erfassen, was mir an Zuneigung, Würdigung und Wertschätzung anlässlich meines Abschieds zuteil geworden ist.

Alle Begegnungen waren mir eine große Freude. Durch jede und jeden Einzelnen, die bzw. der am Gottesdienst und an dem von unserem Kirchenvorstand, Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen so liebevoll vorbereiteten Fest teilgenommen hat, fühlte ich mich geehrt. Allein das war mir Geschenk. Noch dazu aber wurde ich mit einer Fülle von Gaben, Brief- und Kartengrüßen bedacht.

Mit Manchen, die gekommen sind, ergab sich leider kein persönliches Gespräch, doch die zahlreich gemachten Fotos halten auch ihre Anwesenheit für mich fest. Zudem ist mir ein noch in der Endfertigung begriffenes Gästebuch als wunderbar bleibende Erinnerung angekündigt. Es wird mir womöglich nicht gelingen, allen persönlich zu danken, und auch an dieser Stelle fehlen mir die passenden Worte für das, was mich bewegt.

Es waren reiche, erfüllte Jahre für mich - beruflich, wie auch mit meiner Familie mit und in der Gemeinde am Dornbusch lebend. Viele hatten Anteil daran, dass es so gekommen ist. Auch dafür meinen großen Dank und meine bleibende innere Verbindung!

Vor kurzem bin ich auf den Satz gestoßen „Und jedem Anfang wohnt ein Zaudern inne.“ Dem stimme ich gerne zu. Mit noch Unbekanntem verbinden sich Unsicherheiten in Bezug auf das, was die Zukunft bringen wird, ebenso wie Gespanntsein, Vorfreude, Aufbruchstimmung. Je nachdem, ob alles noch fremd vor einem liegt, man sich mitten drin im Prozess der Veränderung befindet oder ob man schon einen Schritt in das Neue hineingemacht hat, ist eher das Zaudern oder der Zauber da.

Die Dornbuschgemeinde ist auf gutem Weg und ich wünsche ihr von Herzen weiterhin Gottes segnendes Geleit und Ihnen persönlich Wohlergehen und Segen!

Siehe ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf, erkennt ihr‘s denn nicht“ (Jesaja 43,19a), ist ein mir liebes Verheißungswort, mit dem ich Sie herzlich grüße.


Doris Müller-Fisher

(Foto: Conny Schnell)