Am Sonntag Invokavit, dem ersten Sonntag der Fastenzeit, gestalteten die Konfirmanden den Gottesdienst, der als Beichtgottesdienst gefeiert wurde. In der Vorbereitung darauf haben sie sich mit der Fastenaktion „Sieben Wochen ohne Lügen“ beschäftigt und über den Zusammenhang zur Beichte und den Beichtspiegel nachgedacht.

Die Konfirmanden spielten drei Situationen nach, wo etwas in die Brüche gegangen ist, eine Beziehung, eine Erwartung, eine Freundschaft:

"Meine Scherbe steht für eine zerbrochene Freundschaft."

"Meine Scherbe steht für eine abgebrochene Schulausbildung."

"Meine Scherbe steht für den Bruch in der Beziehung zu Gott."

Alle Gottesdienstteilnehmer konnten sich eine Scherbe nehmen, am Ende wurden sie zusammen gefügt und ergaben ein Kreuz. Jede Spiegelscherbe ist anders. Eine Kante ist scharf, die andere abgestumpft, die andere spitz. Jede Scherbe auch im eigenen Leben ist anders. Vielleicht tut es gut, eine Scherbe unter dem Teppich hervorzuholen, sie genauer anzuschauen und auch den Schmerz zuzulassen, der damit verbunden sein mag.

Wir möchten so gerne perfekt sein. Wir möchten unser Leben in die eigene Hand nehmen – und es gelingt uns nicht. Wir wollen uns so verhalten, wie Gott es will – und oft gelingt es uns nicht.

Barmherziger Gott, du kennst mich. Du hast mich gewollt. Du nimmst mich in der Taufe als dein Kind an. Sieh mich an. Sieh auch das, was ich vor anderen verstecke: Meine Schwierigkeiten, meine Schwächen, das Böse in mir. Gott, ich habe Vertrauen zu dir und bitte dich: Schenke mir Vergebung und einen neuen Anfang. Leite mich auf deinem Weg zu einem guten Leben. Amen.