Christoph Korn

Christoph Korn kennt die Orgel der Dornbuschkirche seit 2005 - damals hat er das Instrument im Team des Orgelbauers Mayer mit aufgebaut. Nach absolvierter Gesellenprüfung hat er dann einige Male unsere Organistin Mi-Ja Dyballa-Song vertreten, deren Nachfolge er nun antritt.

"Die Orgel ist meine große Leidenschaft", sagt der 27-Jährige. Als Kind hatte er Klavierunterricht, als Konfirmand den ersten Orgelunterricht bei Elke Wolberts. "Dann habe ich irgendwann die Fachbücher vom Opa entdeckt", erzählt Korn, und damit entstand auch das Interesse am Orgelbau. "Beides kann sich gut ergänzen." Allerdings habe das Instrument für den Orgelbauer nicht mehr die gleiche geheimnisvolle Aura wie für Organisten ohne diese Fachkenntnisse.

Die Musik ist für Korn "eine universelle Sprache, mit der man die intensivsten Emotionen am direktesten ausdrücken kann". Neben seinem Fernstudium in Betriebswirtschaftslehre dreht sich daher das Alltagsleben immer wieder um die Musik. Den Orgelunterricht setzt er bei Martin Lücker in der Katharinenkirche fort. Außerdem lernt er das Spiel mit der barocken Traversflöte. Die Barockmusik liegt Korn besonders am Herzen, und Johann Sebastian Bach ist denn auch sein Lieblingskomponist.

Das trifft sich gut mit den Bedingungen, die der junge Organist in der Dornbuschkirche vorfindet. "Die Orgel dort ist richtig schön - aber sie ist auch klein." Für Barockmusik sei sie ideal, und auch darüber hinaus sei einiges möglich. Aber die Toccata von Charles-Marie Widor - diese bildete kürzlich den Abschluss von Lückers Silvesterkonzert - könne man auf ihr natürlich nicht spielen.

Die Gottesdienst-Begleitung hat Christoph Korn bereits vorbereitet. "Das ist jetzt mein Dornbusch-Repertoire bis kurz nach Ostern", sagt er und nimmt eine dicke Mappe mit Noten in die Hand. Es sei ihm ein wichtiges Anliegen, der Gemeinde die Erfahrung von Musik als universeller Sprache zu vermitteln. "Ich freue mich auf diese Arbeit und hoffe auf eine lebendige und gute Zusammenarbeit."